Die diesjährige W3+ Fair, Hightech-Messe & Konferenz für optische und benachbarte Technologien, lockte Fachexperten aus aller Welt in die Optikstadt Wetzlar. Trotz der globalen Herausforderungen war die Stimmung positiv, geprägt von inspirierenden Vorträgen, neuen Kontakten und dem engagierten Einsatz regionaler und überregionaler Partner. Auch in diesem Jahr gab es wieder einen mittelhessischen Gemeinschaftsstand, diesmal waren neun Vereinsmitglieder des Mittelhessen e. V. vertreten: GROSS GmbH, FTSolutions OHG, QS-Kornmann, WeAreGroup, Lebenshilfe Gießen e.V., Sylphen GmbH & Co. KG, Drees & Sommer, ESTURION Nachhaltigkeitsberatung GmbH und tci - Gesellschaft für technische Informatik mbH.
Das Regionalmanagement Mittelhessen als Goldpartner war gleich dreifach vertreten: mit dem Gemeinschaftsstand, mit TeamMit und Healtchcare Mittelhessen. Die Anwenderschwerpunkte Automotive und Medizintechnik waren auf die traditionell starken Wirtschaftszweige der Region ausgerichtet. Viele Mitglieder des Transformationsnetzwerks der Automobilindustrie in Mittelhessen für strategisches Qualifizierungs- und Technologiemanagement (TeamMit) folgten der Einladung und ließen sich fachkundig über die Messe führen. Gleiches galt für HealthCare bzw. LifeScience.
Rund 200 Aussteller, Partner und Referenten sowie mehr als 2000 Fachbesucher:innen fanden den Weg in die Buderus Arena. Das Vortragsprogramm behandelte Themen wie Halbleiter, Laserentwicklung und Künstliche Intelligenz. Anwenderschwerpunkte waren Sicherheit & Verteidigung, Automotive sowie LifeScience. Mittelhessen positionierte sich somit als Schlüsselregion der Halbleiterindustrie und als Forschungs- und Entwicklungsstandort.
Netzwerktreffen und Special Event Automotive - Diversifikation und Innovation
Für TeamMit führte Dominic-Klaus Diessner durch das Netzwerktreffen. Er begleitete den gemeinsamen Messerundgang und moderierte die TeamMit Keynotes auf der entech-Bühne. In seiner Begrüßung hob Diessner die sehr gute Resonanz auf die Einladung zum Netzwerktreffen hervor: „Heute sind hier rund 60 Akteure aus den mittelhessischen Automotiven-Unternehmen und deren Umfeld zusammengekommen. Dieses Interesse bestätigt die Arbeit von TeamMit: Wir sind angetreten, um Unternehmen zu vernetzen und Möglichkeiten zum Austausch zu schaffen. Es freut mich sehr, dass dieses Angebot heute so gut angenommen wird.“ Auch die Rückmeldungen nach der Veranstaltung seien überaus positiv gewesen, so Diessner. Die Mischung aus regionalem Networking mit den ausstellenden Firmen und den praxisnahen Vorträgen kamen bei allen Teilnehmenden sehr gut an.
"Von Wirtschaftsflaute zu Wachstumschance: Transformation durch Diversifikation und Innovation", lautete das Motto der anschließenden Vorträge. Das Potenzial der Megatrends für Ihre Produkte und Technologien behandelte Gauthier Boisdequin, Gründer und Geschäftsführer der mine&make GmbH: "11 Megatrends beeinflussen die Zukunft der Produkte und Technologien. Das sind neue und obsolete Märkte, Anforderungen, Technologien und Substitutionsrisiken. In diesem Impulsvortrag gehen wir, anhand von Praxisbeispielen, auf die Chancen und Risiken ein, die sich daraus ergeben. Wir zeigen ebenfalls, wie die KI bei der Umsetzung der Potenziale unterstützen kann." Der "Praxisbericht Industrie 5.0 - Transformation durch Innovation" von Frank Benner, Geschäftsführer der B+T Unternehmensgruppe, gab erhellende Praxiseinblicke.
Netzwerktreffen und Special Event LifeScience – Zukunftschance für Mittelhessen
Auch der zweite Messetag startete mit einem Rundgang, diesmal zu „Medizintechnik/ LifeScience“ von Prof. Dr. Volker Groß (THM), mit ca. 30 Teilnehmenden. Im Anschluss gaben Wolfgang Zientz (VDI Hessen), Dr. Johannes Krämer (CSL Behring GmbH), Michael Oer (Abbott | Diagnostics), Prof. Dr. Boris Keil (THM) und Christian Piterek (Regionalmanagement Mittelhessen GmbH), Einblicke in Branche, Forschung und Ihre Zukunftsvisionen für 2050.
Zentrale Themen der Diskussion: MINT, vor allem Technik, muss früher und breiter in der Bildung verankert werden, da zukünftig mehr technische Fachkräfte benötigt werden. Insbesondere dort, wo kreative und hochinnovative, individuelle Lösungen benötigt werden, bietet die Branche Chancen für technische Unternehmen, welche neue Geschäftsfelder suchen.
Im Bereich Automatisierung und Digitalisierung gibt es Nachholbedarf.
Startups werden wichtig für die Region, um neue Impulse und Wertschöpfung zu schaffen. Die Region ist bereits stark aufgestellt, mit einem großen Talentpool, einer innovativen Forschungsinfrastruktur und starken produzierenden Unternehmen. Mit der Startup Factory Sustainable Life der drei mittelhessischen Hochschulen und den Business Angels Mittelhessen gibt es gute Startbedingungen. Um zu wachsen, sollte sich die Region aber stärker positionieren, um auch Investitionen von außerhalb in die Region zu bekommen.
Mehr zu den Special Events: https://w3-fair.com/wetzlar/special-events/
Studierende vernetzen sich mit Unternehmen auf der W3+ Fair in Wetzlar
Ein gemeinsamer Messebesuch für internationale Studierende der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen war ein Highlight. Die Gruppe aus 15 Studierenden vernetzte sich mit regionalen und internationalen Unternehmen auf der W3+ und tauschte sich über berufliche Möglichkeiten aus. Das International Career Center der THM organisierte für den ersten Messetag den gemeinsamen Besuch. Jens Ihle begrüßte die Gruppe herzlich (Foto: Janika Wiesner).
Fazit: Auch in diesem Jahr war die Messe ein großer Erfolg. Wir danken dem Team um Ralf Niggemann, Jörg Brück und Tanja Knott für die gelungene Organisation und das gute Netzwerk und freuen uns schon auf die nächste Ausgabe – ganz nach unserem Motto: Wo Wissen Werte schafft!
Fotos: w3+fair